Klangtapete/Just Us Producing

Samstag, 12. Mai
KunstKulturQuartier // Klanginstallation: Just Us Producing/Klangtapete „Traumklänge. Inspiriert vom Werke des Nachtforschers Karl Nimeni.“
Oktober 2011: Die Entdeckungen einer Gruppe von Künstlern und Wissenschaftlern im Projektorraum des ehemaligen Kinos Glocken-Lichtspiele in Erlangen bilden den faszinierenden Ausgangspunkt für eine Reise in die facettenreiche Welt der Träume. Der Nachlass des Traum-und Nachtforschers Karl Nimeni, dem „Idealisten der Dunkelheit“ wird zur inspirierenden Quelle für die kleine studentische Gruppe Klangtapete, die sich fortan auf Traumklänge spezialisiert und sich in dieser Klanginstallation mit folgender Frage beschäftigt: Gemeinsam träumen? Ist das tatsächlich möglich oder doch nur eine Wunschvorstellung Nimenis? Die interaktive Installation soll Menschen dazu befähigen, gemeinsam zu träumen. Eine Hörreise für zwei Personen, Rücken an Rücken.
Von der etwas suspekten rumänischen Organisation (H)albtraum Inc. wurden der Klangtapete außerdem vier „Albträume in homöopathischen Dosen“ zugespielt – angeblich die düsteren Ausschnitte aus einer umfassenden Traumsammlung Nimenis. Sie sollen an Narkolepsie leidende Menschen heilen. Aber Achtung: Nur in geringen Dosen und mit Vorsicht zu genießen!
Aus Montreal kommt die Gruppe Just Us Producing mit der Passion Nimeni, in der die Elektroakustikerin Veronique Jacques und der Schriftsteller David Di Giovanni musikalisch und poetisch von ihrer Begegnung mit Nimeni berichten. Er sei ihnen auf dem Weg nach Fort Hope, begegnet, einem verlassenen Ort nahe des nördlichen Polarkreises, den er aus bislang unerfindlichen Gründen rechtzeitig zur Polarnacht im Dezember 2011 erreichen wollte…
Wem das noch nicht genug der Träumereien sind, sollte einen Blick auf Nimenis Aufzeichnungen werfen, die während des Hörkunstfestivals ausgestellt werden.

Sonntag, 13. Mai
KunstKulturQuartier // Klanginstallation: Klangtapete „Soundship“
Das All sei still? Mitnichten! Schon Pythagoras wusste: die Sterne sind musikalisch. Es ist nur eine schlechte Gewohnheit, dass wir sie lieber ansehen, als ihnen zuzuhören. Schon bald wird die Astroakustik das jedoch grundlegend ändern. Wir entfliehen der Sinnüberfrachtung unserer sprachüberfluteten Mutter Erde und retten uns in die letzte Arche, auf der Suche nach dem reinen
Klang des Universums. Klangtapete nimmt uns mit auf ihre kosmische Tour durch das Planetensystem. Ihr Soundship trägt den Besucher vorbei am Stimmengewirr der Planeten bis hin zum Jupiter, wo schon der reine Klang des kosmischen Hintergrunds wartet: eine Begegnung mit einem Planetenchor, in dem jede Stimme ihre Identität behält, die doch von aller Bedeutung gereinigt scheint. Ist das Soundship am Rande unseres heimatlichen Sonnensystem angekommen, öffnet sich das schiffseigene Archiv und Observatorium: Artefakte der Gegenwart und nahen Zukunft führen den Besucher aus dem irdischen Rauschen in einen Kosmos aus Klang. In der
astroakustischen Sternwarte richten wir unsere Mikrofone auf Sterne, Planeten und Schwarze Löcher. Aus einem Wust aus wissenschaftlichen Daten und kosmischen Hintergrundrauschen destillieren Computer den glasklaren Klang des Lichts. An einzelnen Observationspunkten wird dasAll hörbar, fassbar und räumlich erfahrbar.
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